Pharmaziegeschichte
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* Unverbindliche Preisempfehlung für sFr |
Haas, Jochen VigantolAdolf Windaus und die Geschichte des Vitamin DHeidelberger Schriften zur Pharmazie- und Naturwissenschaftsgeschichte ISBN 978-3-8047-2223-1
Die Therapie mit Vitamin D zur Vorbeugung von
Knochenkrankheiten, wie der Rachitis, gilt heute
als eine Selbstverständlichkeit. Vor der
Entdeckung des antirachitischen Vitamins bestand
nicht die Möglichkeit, eine ausgedehte Prophylaxe
der Rachitis zu verwirklichen, so dass zu Beginn
des vergangenen Jahrhunderts die Zahl der unter
Rachitis leidenden Kinder insbesondere in
Großstädten bis zu 80 Prozent betrug. Erst durch
Vigantol gelang es flächendeckend, dieser
Knochenkrankheit vorzubeugen und die Rachitis zu
heilen.
Die Entwicklung des Präparates Vigantol ist eng mit dem Namen Adolf Windaus verknüpft. Windaus hatte ein Verfahren zur Herstellung des antirachitischen Vitamins entwickelt, das darin bestand, Ergosterin und andere Sterine mit mehreren Doppelbindungen durch ultraviolettes Licht zu bestrahlen. Die Firmen E. Merck, Darmstadt, sowie I.G. Farbenindustrie AG, Werk Elberfeld, entschlossen sich 1927, eine sorgfältig biologisch geprüfte, ölige Lösung von bestrahltem Ergosterin unter dem Namen Vigantol in den Handel zu bringen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt daher auf der Entdeckung des Vitamin D und der Entwicklung des Fertigarzneimittels Vigantol. Darüber hinaus wird der Briefwechsel von Adolf Windaus mit der Firma E. Merck in Bezug auf das Vitamin D ausführlich untersucht.
2007.
425 S. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart |




