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Tausend, Klaus
Amphiktyonie und Symmachie
Formen zwischenstaatlicher Beziehungen im archaischen Griechenland
Historia – Einzelschriften Band 73
1. Auflage 1992.
ISBN 978-3-515-06137-7
Kurztext
Aufgrund einer möglichst vollständigen Erfassung aller für die archaische Zeit überlieferten Bündnisse der griechischen Welt ist eine systematische Einordnung dieser Form zwischenstaatlicher Beziehungen möglich. Amphiktyonien erweisen sich sämtlich als kultische Überreste ehemaliger politischer Stammesbünde. Die Symmachie ist auf Staatswesen einer bestimmten Größe und Sozialstruktur beschränkt. Symmachien werden aus konkretem Anlaß spontan geschlossen, sind im Regelfall von kurzer Dauer und vereinen meist nur wenige einander benachbarte Staaten. Die häufigsten Motive für Koalitionen sind das Streben nach Landgewinn oder eine existentielle äußere Bedrohung. Solche ursprünglichen Kampfbündnisse entwickeln sich allmählich im 6. Jh. zu längerfristigen politischen Allianzen.
Klaus Tausend,
geb. 1957, Professor am Institut für Alte Geschichte der Universität Graz, Lehrtätigkeit an den Universitäten Graz, Wien und Klagenfurt, Forschungsstipendien in Griechenland. Leitung von Forschungsprojekten zur griechischen Topographie und Geschichte.
Forschungsschwerpunkte: Antike Verkehrswege, frühgriechische Geschichte, germanische Geschichte