Geisteswissenschaften allgemein

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Scheit, Gerhard
Die Zeitschrift sans phrase verfolgt kein 'Programm', weder ein theoretisches noch ein politisches: Ihr einziges Interesse besteht in Ideologiekritik - darin, dem kollektiv wirksamen Wahn zu widersprechen in dem Wissen, dass er dem Innersten der Gesellschaft entspringt, dort, wo das Subjekt die Krise 'bewältigt', die das Kapitalverhältnis seinem Wesen nach ist. Der so gefasste Vorrang des Objekts erfordert allerdings einen Subjektbegriff, der in dem der Charaktermaske nicht aufgeht: Das notwendig falsche Bewusstsein in seiner Notwendigkeit zu durchschauen, setzt Freiheit voraus, wie jeder kategorische Imperativ sie beinhaltet - erst recht der von Marx, "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist". Ideologiekritik bedeutet damit nichts anderes, als das Existentialurteil zu entfalten, dessen Abbreviatur nach Adorno lautet: "Das Ganze ist das Unwahre". Doch wie das Unwahre selbst bestimmt, d.h. negiert wird, kann es per se niemals unabhängig von geschichtlicher Erfahrung sein und ist damit unabdingbar angewiesen auf den neuen kategorischen Imperativ: noch im Stande der Unfreiheit die Freiheit zu behaupten, "Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole". Solche Dialektik ist negativ, das heißt: sie gibt das Antinomische in keinem ihrer Begriffe preis. Aufzulösen wäre es nur, wenn jener Marxsche Imperativ in die Tat umgesetzt würde. Ein Verständnis hingegen, das Wirklichkeit nicht in Begriffen erschließt, die sich selbst kritisieren können, herrscht dieser Wirklichkeit das im Geld repräsentierte Mit-sich-selbst-identisch-Sein als eine ihr angeblich von Natur aus zukommende Eigenschaft auf. Anders, mit Freud gesagt: wer sich die Welt nur als Ansammlung von Zeichen denkt, macht sich unfähig, reale, von ihm getrennte Objekte libidinös zu besetzen. Essayistisches Schreiben, das es allein rechtfertigt, eine Zeitschrift zu gründen, führt darum auch nicht Idiosynkrasien narzisstisch vor - und weiß dennoch, was es ihnen verdankt: Von ihnen zehrt der Gedanke, der über die Begriffslogik hinausgeht; sie sind die einzig mögliche - unmittelbare - Anwesenheit des Leibs im Denken. Aber auf sie sich einzuschränken und auf Begriffsbestimmung zu verzichten, wäre wiederum Regression des Denkens. Diese Gratwanderung hat die Begrifflichkeit des Essays mit dem Formsinn der Kunstwerke gemein. Nur fehlt ihr deren Evokationskraft, und schon deshalb kann sie sich selbst ohne Reflexion aufs Ästhetische im engeren Sinn nicht wirklich entwickeln. Die Zeitschrift ist dabei wie in allen anderen Fragen der Kritik keineswegs pluralistisch. Sie hat nicht zuletzt das Ziel, den Konsens, auf den der Pluralist sich berufen muss, als der Form Kapital äquivalent bloßzulegen. Aber sie verteidigt mit größtem Engagement noch den Pluralismus gegen autoritäres Potential wie antiautoritäre Gewaltphantasie, die ihm selbst entspringen und beide - von attac bis occupy und Kommendem Aufstand - so auffällig die antikapitalistische Regression der Gegenwart kennzeichnen, terminierend in den schlimmsten Formen des Politischen: deutscher Ideologie und deren djihadistischer Fortsetzung. Die totale Vermittlung, die durchs Unwesen Kapital gesetzt ist, und das auf Totalität zielende Ungeheuer, das sie beseitigt, sind von der Kritik als Einheit zu begreifen, und dennoch dürfen sie ihr nicht eins sein, will sie ein Bewusstsein ihrer eigenen Voraussetzungen haben. Wissenschaftliche Abhandlungen zu veröffentlichen, überlässt die Zeitschrift den dafür zuständigen Institutionen. In ihr werden keine Diskurse oder Narrative beschworen oder analysiert, denn dies ist die Selbstzerstörung des Pluralismus: Sie rufen in ihrer bewusst im Unverbindlichen gehaltenen Form und ihrem den Wahrheitsbegriff leugnenden Inhalt letztlich jenen Gegensouverän auf den Plan, der die Gesellschaft nicht nur auflöst in diffuse barbarische Vielheit. Ande
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Böttigheimer, Christoph / Dausner, René
Der erste Band, der in der Reihe "Unendlichkeit - eine europäische Kulturkonstante?" erscheint, thematisiert den Begriff der Unendlichkeit aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Konturen der Unendlichkeit als eines Begriffes, der historisch, systematisch und ästhetisch zu denken gibt, sollen dabei nachgezeichnet werden. Zunächst verortet im Bereich der Mathematik, haben sich Menschen seit der Antike unaufhörlich um ein Verständnis von Unendlichkeit bemüht. Als grundlegend erweisen sich Fragen nach einer adäquaten Denkweise der Unendlichkeit sowie nach Sprachmöglichkeiten über das Unendliche. Bleibt die Unendlichkeit nicht notwendig jeder begrifflichen Erfassung entzogen? Wie ließe sich Unendlichkeit dann aber thematisieren? Gibt es andere Zugangsweisen zum Unendlichen als im Modus unentwegter Negation? Lässt sich Unendlichkeit konstruieren, und wenn ja, wie? Ist es überhaupt zulässig von der Unendlichkeit im Singular zu sprechen, oder gibt es nicht eine Vielzahl von Unendlichkeiten?
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Demand, Christian
Zweimal 1968: Jens Kastner fragt (sich), wie er ein Linker wurde. Jürgen Große dagegen zerreißt 1968 als Generationenprojekt in der Luft. Sophie Schönberger geht den Zusammenhängen von Geld und Demokratie nach. Um people of color auf der Bühne und andere identitätspolitische Fragen dreht sich die Theaterkolumne von Eva Behrendt.1968 ist ein Datum, um das auch wir nicht herumkommen: Wir haben dazu zwei konträre Texte im Juniheft (Nr. 829). Der Aufmacher von Jens Kastner trägt autobiografische Züge - ausgehend von einem Foto seines Vater mit dem Schah geht der Autor der Frage nach, wie einer (er nämlich) zum Linken wird. Ein vernichtendes Porträt des Achtundsechziger-Projekts zeichnet dagegen Jürgen Große unter der programmatischen Überschrift "Revolte und Regression". Außerdem Martin Sabrow über die Bedeutung der Novemberrevolution für die deutsche Geistesgeschichte. Thomas Thiemeyer verfolgt in einem Text, auf den im Juli eine Fortsetzung folgt, europäische Kulturerbefragen. Daran schließt Eva Behrendts Theaterkolumne auf eigene Art an: Sie denkt über die lange kaum thematisierte Abwesenheit von persons of color auf deutschen Bühnen und über Identitätspolitik nach. In ihrer ersten Rechtskolumne schreibt Sophie Schönberger über den Zusammenhang von Geld und Demokratie, im Zentrum ihrer Überlegungen steht die Parteienfinanzierung. Drei aktuelle Positionen im Krisendiskurs zu EU und Europa zeichnen Till Breyer und Philipp Weber nach. Jakob Hessing nimmt das neuerschienene Buch von Thomas Sparr zum Anlass, die Geschichte des deutsch-jüdischen Viertels Rechavia in Jerusalem zu erzählen. Vor dem Hintergrund der neuen Globalgeschichte erinnert Andreas Eckert an die bedeutenden antikolonialen Autoren C. L. R. James und Eric Williams. Dominik Riedo porträtiert Jana, eine todkranke Frau. Und Kathrin Röggla befasst sich in ihrer Schlusskolumne mit Zweigleisigkeiten.
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Koch, Hans-Georg
Der Macht Deiner Glaubenssätze kennt keine Grenzen! Mach mehr aus Dir und Deinem Leben, denn es steckt viel mehr in Dir, als Du denkst! Mit außergewöhnlichen Gedankengängen und einer klaren Logik, der man sich kaum entziehen kann, vermittelt der Autor eine neue, faszinierende Sichtweise auf die Themen Positives Denken, die Macht der Glaubenssätze, Christentum und Gott. Mit vielen Beispielen aus dem Leben und zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden die Zusammenhänge zwischen dem, was ein Mensch glaubt und seinem äußeren Erleben sichtbar gemacht. Die Ausführungen sind eine wertvolle Hilfe für jeden, der eine schwierige Lebenssituation aus eigener Kraft bewältigen will. Wer ein selbstbestimmtes Leben in Wohlstand, Glück und Zufriedenheit führen will, findet eine Vielzahl nützlicher Anregungen, wie dies nahezu mühelos bewerkstelligt werden kann.
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S. Friedrich / H. Hinrichsen / A. Stollberg / N. Vazsonyi / U. Bermbach / D. Borchmeyer / H. Danuser
Editorial - Aufsätze zum Schwerpunkt: V. Mertens: Venusberg, Sängerstreit, Büßerlegende. Die mittelalterlichen und romantischen Quellen zu Wagners Tannhäuser - E. Voss: Im Gewirr der Fassungen. Tannhäuser 1845-1860 - P. Jost: Der Pariser Tannhäuser - W. Keller: Textbücher und Einzelausgaben zum Tannhäuser - ein bibliographisches Verwirrspiel - C. Schaper: Mittelweg nach Rom? Zum historischen Ort von Wagners Tannhäuser-Ouvertüre - Gespräch - "... eine etwas verstiegene, zumindest nicht gerade lebenstüchtige Figur": Perspektiven auf Wolfram Christian Gerhaher und Dieter Borchmeyer im Gespräch mit dem Musikjournalisten Michael Stallknecht - Aufsätze - A. Stollberg: Neuralgische Ästhetik. Wagners Tristan und Isolde als "opus physiologicum - S. Vill: Episoden biografischer Narration als intertextuelle Montage in Tony Palmers Wagner-Serie - Forum - W. Keller: Donizettis Les Martyrs und Richard Wagners Lohnarbeit. Zu Egon Voss' Beitrag "Von Zeitungsartikeln, Vaudeville-Romanzen und Namensvettern. Richard Wagner in Paris 1839-1842", in: wagnerspectrum 13 (2017), Heft 2 - A. Körner: "Zu Richard Wagner schon alles gesagt"? Eine bibliographische Rückschau auf WagnerWorldWide 2013 - E. Rieger: Im Visier des späten Wagner: die Emanzipation der Juden und der Frauen. Eine Replik auf Udo Bermbach, Regeneration der Menschheit. Richard Wagners Spätschriften - Hinführung zur Lebensreformbewegung, in: wagnerspectrum 13 (2017), Heft 2 - Besprechungen / Bücher - CDs / DVDs.
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Calle Noreña, Andrés
Se presenta una reflexión sobre la epistemología y la cultura, con unas preguntas centrales: ¿la racionalidad es un rasero único?, ¿una convención occidental, moderna?, ¿una forma, entre otras, de sistematizar y codificar la realidad? Se estudiaron las racionalidades estético expresiva, moral práctica y cognitivo instrumental (Boaventura de Sousa). Se hizo una confrontación con el pensamiento de Habermas. Se compararon los códigos del lenguaje verbal, de las artes, la plástica y la música y se hizo una consideración sobre la cultura de la literalidad y cómo ésta incide en la consolidación del yo moderno, de la reflexión y en las transformaciones de la conciencia y en el ejercicio del poder. Se buscó establecer paralelos entre los modos de producción de signos: ostensión, reproducción e invención, y las diferentes racionalidades. El estudio del pensamiento parte de la distinción de los tres modos de la racionalidad: como expresión de un contenido; de un criterio y de una actitud. Además, se ha hecho una crítica a la racionalidad cuando ésta es entendida como "modo de contenido" (Umberto Eco).Para cerrar con esta pregunta: ¿Nos referimos a la racionalidad o las racionalidades?
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Tunne, Kemal Jemal
In the past decade, the global health field has seen a number of interventions that tried to integrate health services for various purposes. In Dodola town there are many health extensions that assigned to teach and improve the utilization of maternal health packages but because of many factors such as the knowledge of the community and the facilities that provided to improve the status maternal health package could not be show improvement. The research has followed non probability sampling (purposive sampling) technique to choose the study area and study targets due to the researcher's better understanding of the study area. Based on this the researcher selected 5 health extension workers in Dodola town and 60 women who are taking prenatal and postnatal care at Dodola health center. The first and second objectives were analyzed using descriptive statistics such as percentages and frequency only the third objective was analyzed by the use of correlation statistics. Result of maternity health care indicated that the role of health extension workers in terms of maternity health care is very poor.
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Grigalashvili, Ia
For the first time samples of the ecclesiastic writing are considered as part of Christian Church in the literary criticism according to the monograph "Early Christian Liturgy and Georgian Hagiography"; this fact considerably increases their literary value and grants wider significance and conveys deep theological content for readers. Emergence of the Georgian ecclesiastical writings is related to the early epoch of spreading of Christianity. Therefore, canonic that was typical for the Christian Church of certain specific period should be taken into account during the research. Such Canonic had been also considered in hagiographical works. As it is known, the hagiographical works had always been created for reading in the churches. Praising of a saint, martyr used to conduct for strengthening belief of believers. At first, Christianity was a persecuted religion with small number of believers. Authors of hagiographic works aimed at strengthening their belief. Due to this, the main character of the hagiographical work was to be an ideal person for the rest of the Christians.
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Kuckuk, Henning E.
Über die facettenreiche Arbeit der 71-jährigen Künstlerin Patti Smith gibt es eine Flut von Informationen - nicht zuletzt durch das Internet. Auch ihre autobiografischen Werke Just Kids und M Train haben eine internationale Leserschaft gefunden. Henning E. Kuckuk setzt sich ausgehend von der interdisziplinären Amerikanistik und den Cultural Studies - mit Bezug auf politik- und sozialwissenschaftliche Parameter - erstmals wissenschaftlich mit ihrem Werk und Leben auseinander. Der Analyse liegen empirische Untersuchungen von Performances und der Website der Künstlerin zugrunde, die von einem breiten Publikum rezipiert werden. Wie Patti Smith spricht auch dieses Buch eine politisch aktive Öffentlichkeit an.
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Keller, Franz
Doaraschleah von oigene und frende Hecka - Eine Sammlung von Gedichten in schwäbischer Mundart ... ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1873. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres.Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur.Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
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