Mitarbeiterbindung im öffentlichen Sektor
Mitarbeiterbindung im öffentlichen Sektor
Qualifiziertes Personal durch Einarbeitung und Integration so früh wie möglich an eine Organisation zu binden, hat in Zeiten des Fachkräftemangels nicht nur für Arbeitgeber der Privatwirtschaft, sondern auch im öffentlichen Sektor an Bedeutung gewonnen. Wie aber wirkt sich Onboarding empirisch messbar auf organisationales Commitment neuer Mitarbeitender in der öffentlichen Verwaltung aus? Diese Frage wird in einer qualitativen Studie zu Einarbeitungs- und Integrationsprozessen in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen des Hamburger Senats untersucht, für die Mitarbeitende, Führungskräfte und Personalmanager des Landesministeriums befragt wurden. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für die Ausgestaltung von Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Primäre Sozialisationsziele wie Rollenklarheit, Aufgabenbeherrschung, Vernetzung und soziale Akzeptanz werden signifikant durch die Art der Einarbeitung und Aufnahme beeinflusst. Langfristiges affektives Commitment zur Organisation bewirkt Onboarding dagegen nur eingeschränkt. In der Analyse von Mitarbeiterbindung bedarf es mithin stärkerer Differenzierungen nach Richtungen und Temporalität von Commitment als einer volatilen psychologischen Einstellung. Anknüpfend an die soziale Austauschtheorie wird die Bindung von Personal ständig neu verhandelt. Vor diesem Hintergrund bleibt gutes Onboarding eine förderliche, aber keine hinreichende Bedingung für die langfristige Bindung neuer Beschäftigter.
Einleitung
Konzeptspezifikation und Forschungsstand: Mitarbeiterbindung und Onboarding
Theoretischer Rahmen: Die soziale Austauschtheorie als Erklärungsmodell für Wirkungsbeziehungen in der empirischen Personalforschung
Forschungsdesign und Daten
Darstellung der Ergebnisse
Diskussion und Einordnung
Zusammenfassung und Schlussbetrachtung.
Login
Beckermann, Jannis
| ISBN | 978-3-658-53514-8 |
|---|---|
| Media type | Book |
| Copyright year | 2027 |
| Publisher | Springer, Berlin |
| Illustrations | Etwa 75 S. |
| Language | German |