Legitimation und Grenzen der strafrechtlichen Vertreterhaftung nach 14 StGB.

Legitimation und Grenzen der strafrechtlichen Vertreterhaftung nach 14 StGB.

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Die Vertreterhaftung in Unternehmen ist geprägt durch eine anhaltende gesellschaftliche Entwicklung und wirft aufgrund ihrer Positionierung inmitten außerstrafrechtlicher Erforderlichkeit einer Vertretung infolge rechtlicher oder tatsächlich-ökonomischer Bedürfnisse, strafrechtlicher Individualhaftung und Tatbestandsbestimmtheit besondere Probleme auf. Abgekoppelt von ihren meist zivilrechtlichen Wurzeln geht es nicht um die Zurechnung des Vertreterverhaltens an den Vertretenen, sondern gemäß der Zielrichtung des Strafrechts um die Verantwortlichkeit des Vertreters. Diese Verantwortlichkeit wird im Zusammenhang mit wirtschaftsstrafrechtlichen Sachverhalten zunehmend im Bereich der Unternehmensleitung verankert, wovon auch
14 I StGB ausgeht. Werden allerdings Zuständigkeitsbereiche im Anwendungsbereich von Sonderpflichtdelikten insgesamt übertragen, geht damit eine Befreiung von bestehenden Pflichten einher. Die Frage, wann Zuständigkeiten insgesamt übertragen werden, hat in
14 II StGB eine Antwort gefunden.

1 EinleitungDer rechtliche und gesellschaftliche Wandel als Problem bei der Realisierung der Bedingungen des Rechtsgüterschutzes innerhalb der modernen Gesellschaft - Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Gang der Untersuchung - Neuartige Problemkonstellationen als Anlass der Untersuchung 2 Bausteine der Vertreterhaftung - Zur Binnensystematik des RechtsZivilrechtsakzessorietät und Eigenständigkeit des Strafrechts - Exkurs: Die Teilnahme an fremder Haupttat als dritte Möglichkeit des Rückbaus? - Das Handeln für einen anderen. Einführende Gedanken zur Grundstruktur des 14 StGB 3 Die Legitimation der Vertreterhaftung - Zur Struktur der SonderdelikteGrundlegungen - Zum Besonderen der Sonderdelikte - Zur Vereinbarkeit mit abweichenden Konzeptionen - Ergebnis 4 Der Rechtsgrund der strafrechtlichen Organ- und VertreterhaftungDie Organwalterhaftung - Die Haftung gewillkürter Vertreter - Mögliche Einwände gegen das gefundene Erklärungsmodell - Die abweichenden Konzeptionen der Rechtslehre - Ergebnis 5 Die nähere Ausgestaltung der Organ- und VertreterhaftungDer personale Anwendungsbereich - Der sachliche Anwendungsbereich. Der Begriff der besonderen persönlichen Merkmale 6 Die Auswirkungen des Lösungsmodells auf verbliebene ProblemkonstellationenVerantwortlichkeit bei Legitimationsketten, faktischer Konzernierung, herrschender Gesellschafter und in der Einmann-GmbH 7 Zusammenfassung in Thesenform und AusblickAnhangLiteraturverzeichnisSachwortverzeichnis

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ISBN 9783428138456
Media type Book
Copyright year 2012
Publisher Duncker & Humblot
Length 420 pages
Illustrations 1 Abb.; 420 S.
Language German