Salze und Anorganika. Die Vorträge der Pharmaziehistorischen Biennale in Lüneburg vom 25. bis zum 27. April 2025

Salze und Anorganika. Die Vorträge der Pharmaziehistorischen Biennale in Lüneburg vom 25. bis zum 27. April 2025

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Der vorliegende Band fasst die geringfügig erweiterten und überarbeiteten Vorträge zusammen, die auf der Biennale der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, die vom 25.–27.April 2025 in Lüneburg stattfand, gehalten wurden.

In Lüneburg prägte seit dem 12. Jahrhundert die Salzgewinnung das Leben der Stadt, bis 1980 wurde hier eine Saline betrieben. Wie vielfältig und bedeutsam der Einsatz von Salzen – namentlich von Anorganika – in der Arzneimittelkunde bereits im alten Ägypten, in der Antike und in der Neuzeit war, zeigen eindrucksvoll die Vorträge. Bevor die Organische Chemie die Pharmazie revolutionierte, standen neben pflanzlichen Drogen anorganische Salze im Mittelpunkt des Arzneischatzes. Auch als Konservierungsstoffe von Lebensmitteln wurden Salze eingesetzt, ferner dienten sie als Düngemittel. Zudem wird Lithium immer noch in den meisten Leitlinien als Mittel der (ersten) Wahl zur Behandlung von bipolaren Störungen empfohlen. Goldsalze finden in der Krebstherapie Anwendung und schließlich beruht die Schüsslersche Biochemie ausschließlich auf der Anwendung anorganischer Salze.

Die Beiträge im vorliegenden Band liefern neue und vielfältige Erkenntnisse zur Anwendung von Salzen in der Geschichte.

Christoph Friedrich

Christoph Friedrich


Prof. Dr. Christoph Friedrich; geb. 1954, Apotheker und Historiker (Geschichte der Pharmazie); seit 2000 Professor und Direktor des Instituts für Geschichte der Pharmazie der Universität Marburg; von 2004–2012 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie und seit 2001 Redakteur der Zeitschrift „Geschichte der Pharmazie“. Hauptforschungsgebiete sind die Arzneimittelgeschichte (1996 zusammen mit W.-D. Müller-Jahncke „Geschichte der Arzneimitteltherapie“; 2004 zweite überarbeitete und ergänzte Auflage unter dem Titel „Geschichte der Arzneimittel“, zusammen mit Müller-Jahncke und U. Meyer), Apothekerbriefwechsel „Der Briefwechsel von Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770–1837“) 4. bis 11. Lieferung, 1999 bis 2009 (zusammen mit Wolfgang Götz und Hartmut Bettin), Pharmazie in der NS-Zeit und der DDR, Geschichte pharmazeutischer Unternehmen und Institutionen sowie Pharmazeutische Kulturgeschichte. 2005 erschien gemeinsam mit W.-D. Müller-Jahncke der zweite Band des vom ersten Direktor des Marburger Instituts für Geschichte der Pharmazie, Rudolf Schmitz (1918–1992), begründeten Werkes „Geschichte der Pharmazie“ im Govi-Verlag.
Band 22
ISBN 978-3-8047-4729-6
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2026
Verlag

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH 
Maybachstr. 8
70469 Stuttgart

Umfang 175 Seiten
Format 14,8 x 21,0 cm
Sprache Deutsch

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