Notwehr und überindividuelle Schutzgüter

Zur dogmatischen Reichweite des § 32 StGB bei Straftatbeständen, die neben individuellen Rechtsgütern auch solche der Allgemeinheit schützen

Notwehr und überindividuelle Schutzgüter

Zur dogmatischen Reichweite des § 32 StGB bei Straftatbeständen, die neben individuellen Rechtsgütern auch solche der Allgemeinheit schützen

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Die Notwehr rechtfertigt Verteidigungshandlungen, die sich gegen individuelle Rechtsgüter des Angreifers richten. Doch was gilt, wenn gleichzeitig kollektive Schutzgüter beeinträchtigt werden? Solche notwehrbedingten Begleitschäden markieren ein bislang unzureichend geklärtes Grenzgebiet zwischen Notwehr und rechtfertigendem Notstand. Philipp Alexander Burek kritisiert die verbreitete Dichotomie, wonach Notwehr entweder uneingeschränkt greift oder vollständig zurücktritt. Zentrale These ist, dass das Notwehrrecht seine Rechtfertigungskraft ausschließlich im Verhältnis zum Angreifer entfaltet. Beeinträchtigungen überindividueller Rechtsgüter begründen fortbestehendes Unrecht. Daraus entwickelt der Autor das Konzept einer notwehrrechtlichen Teilrechtfertigung. Methodisch verbindet er dogmatische Analyse mit historischer und teleologischer Auslegung, weist die Lehre von der Drittwirkung der Notwehr sowie den Rückgriff auf 34 StGB zurück und entfaltet eine differenzierende Lösung für zusammengesetzte Delikte im geltenden deutschen Strafrecht.

Hinführung zum Gegenstand der Untersuchung
I. Einführende Gedanken zum Notwehrkonflikt
II. Notwehr und Begleitschäden an Individualrechtsgütern
III. Überindividuelle Begleitschäden und "ein gravierendes, bislang völlig übergangenes Problem"
IV. BGH NJW 2013, 2133 als instruktives Fallbeispiel
V. Untersuchungsgegenstand und grobe Bestandsaufnahme
VI. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Erstes Kapitel: Grundlegendes
I. Grundzüge der Rechtfertigungsdogmatik
II. Zur Rechtfertigungswirkung der Notwehr
Zweites Kapitel: Notwehr und Straftatbestände, die sowohl individuelle als auch Rechtsgüter der Allgemeinheit schützen
I. Ausgangspunkt und Referenzfall
II. Die "Lehre von der Drittwirkung der Notwehr"
III. Der rechtfertigende Notstand nach 34 StGB
IV. Der Gedanke einer notwehrrechtlichen "Teilrechtfertigung"
Drittes Kapitel: Vertiefungen zur notwehrrechtlichen Teilrechtfertigung
I. Delikte, die einer Teilrechtfertigung prinzipiell zugänglich erscheinen
II. Einige Folgefragen
Ergebnisse der Untersuchung



Hinführung zum Gegenstand der Untersuchung
I. Einführende Gedanken zum Notwehrkonflikt
II. Notwehr und Begleitschäden an Individualrechtsgütern
III. Überindividuelle Begleitschäden und "ein gravierendes, bislang völlig übergangenes Problem"
IV. BGH NJW 2013, 2133 als instruktives Fallbeispiel
V. Untersuchungsgegenstand und grobe Bestandsaufnahme
VI. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Erstes Kapitel: Grundlegendes
I. Grundzüge der Rechtfertigungsdogmatik
II. Zur Rechtfertigungswirkung der Notwehr
Zweites Kapitel: Notwehr und Straftatbestände, die sowohl individuelle als auch Rechtsgüter der Allgemeinheit schützen
I. Ausgangspunkt und Referenzfall
II. Die "Lehre von der Drittwirkung der Notwehr"
III. Der rechtfertigende Notstand nach 34 StGB
IV. Der Gedanke einer notwehrrechtlichen "Teilrechtfertigung"
Drittes Kapitel: Vertiefungen zur notwehrrechtlichen Teilrechtfertigung
I. Delikte, die einer Teilrechtfertigung prinzipiell zugänglich erscheinen
II. Einige Folgefragen
Ergebnisse der Untersuchung

ISBN 9783162004901
Medientyp Buch
Copyrightjahr 2026
Verlag Mohr Siebeck
Sprache Deutsch