Die Geschichte der Mykologie von Thüringen
Die Geschichte der Mykologie von Thüringen
Die Geschichte der Mykologie von Thüringen bietet die erste systematische Gesamtdarstellung der pilzkundlichen Forschung in einer Kernregion der deutschsprachigen Kultur- und Wissenschaftslandschaft. Auf Grundlage umfangreicher archivalischer, bibliographischer und musealer Quellen zeichnet das Werk die Entwicklung der Mykologie von mittelalterlichen Kloster und Stiftsschulen über die Renaissance Botanik und frühneuzeitliche Kräuterbücher bis hin zur akademischen Etablierung an den Universitäten Erfurt und Jena nach.
Das Buch beleuchtet zentrale Beiträge zur Systematik, Floristik, Mykogeographie und angewandten Mykologie und zeigt, wie Forschende wie Rupp, Haller, Batsch, Schleiden, Pringsheim und Wartenberg das Fach im 18., 19. und 20. Jahrhundert prägten. Es dokumentiert gleichermaßen populäre und professionelle Mykologie, von der Pilzaufklärung und Champignonzucht über forstliche und industrielle Anwendungen bis zur Penicillin Forschung in Jena.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den wissenschaftlichen Institutionen des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts: dem Beutenberg Campus, dem Herbarium Haussknecht, der Pilzkulturensammlung Weimar sowie den mykologischen Arbeitsgruppen der DDR. Ergänzt durch Kurzbiografien, Tabellen, Kartenserien und umfangreiche Dokumentationen entsteht ein Referenzwerk, das Mykologie, Wissenschaftsgeschichte, Umweltwissenschaften und regionale Forschungstraditionen miteinander verbindet.
Das Buch richtet sich an Forschende und Studierende der Mykologie, Botanik, Wissenschafts und Medizingeschichte sowie an Einrichtungen, die sich mit Biodiversität, Pilzkunde und der historischen Entwicklung wissenschaftlicher Infrastrukturen beschäftigen.
1. Anliegen der Arbeit
2. Aufbau und Formalien
3. Die Mykologie als biologisches Fachgebiet
4. Das Land Thüringen
5. Pilzkenntnisse im Mittelalter
6. Angaben über Pilze aus der Renaissance
7. 17. Jahrhundert
8. 18. Jahrhundert
9. Das 19. Jahrhundert bis zur Anton-de-Bary-Zeit
10. Mykologische Arbeiten vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkrieges
11. Die Mykologie in der Zeit der Weimarer Republik
12. Die Mykologie im nationalsozialistischen Deutschland
13. Die Mykologie von 1945 bis 1990 (Nachkriegs- und DDR-Zeit)
14. Die Entwicklung von 1990 bis 2000
15. Kurzbiographien verstorbener Personen, die für die Mykologiegeschichte Thüringens von Bedeutung sind
16. Biographische Daten der Autoren vorliegenden Werkes sowie ihrer Kooperationspartner
17. Tabellen und Übersichten.
| ISBN | 978-3-662-73395-0 |
|---|---|
| Medientyp | Buch |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Springer, Berlin |
| Abbildungen | Etwa 400 S. 242 Abb., 162 Abb. in Farbe. |
| Sprache | Deutsch |