Digitaler Zuspruch

Nonverbale Kommentierungen strafbarer Inhalte im Lichte des Phänomens "Hass und Hetze im Netz"

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Nonverbale Kommentierungen strafbarer Inhalte im Lichte des Phänomens "Hass und Hetze im Netz"

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Hass im Netz trägt zur Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft bei. In sozialen Netzwerken können nicht nur Nachrichtentexte, sondern auch nonverbale Kommentierungen (z.B. Likes) Hasskommunikation befeuern. Wird hierdurch die Schwelle zur Strafbarkeit überschritten, so hat dies gravierende persönliche Folgen für die Adressaten der Hassnachrichten. Daneben werden häufig auch Angriffe auf die pluralistische Gesellschaft und den Rechtsstaat insgesamt verwirklicht. Mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes untersucht Elisabeth Tscharke, ob derartige Kommentierungen de lege lata bereits strafbar sind. Sie legt die technischen und sozialwissenschaftlichen Hintergründe dar und trifft anschließend eine Auswahl von Äußerungs- und Verbreitungsdelikten. Anhand dieser wird die Strafbarkeit zunächst abstrakt und dann konkret mittels Beispielsfällen geprüft. Im Rahmen der Untersuchung von Täterschaft und Teilnahme beantwortet die Autorin die Frage der strafrechtlichen Verantwortlichkeit. Im Kapitel zum Vorsatz zeigt sie, dass nonverbale Kommentierungsformen bei der Beurteilung des Vorsatzes eine besondere Aufmerksamkeit durch die Tatgerichte verdienen, da die Motive der Nutzer häufig nebulös und undurchsichtig sind. Anknüpfend an die Analyse des Unrechtsbewusstseins als Bestandteil der Schuldlehre zeigt Elisabeth Tscharke, dass verschiedene Bedingungen in sozialen Netzwerken auf ein zumindest reduziertes Unrechtsbewusstsein hinweisen (z.B. die vermeintliche Anonymität der Nutzer untereinander). Im abschließenden Kapitel zur Honorierung positiven Nachtatverhaltens - etwa durch das Absetzen eines entschuldigenden Posts zum vorherigen Online-Verhalten - zeigt sie auf, dass ein solches Verhalten im Rahmen der Strafzumessung positiv berücksichtigt werden kann.

Einführung
Kapitel 1: Grundlagen und Bestandsaufnahme
A. Entwicklung des Web 2.0 im Lichte der zunehmenden Vernetzung der Gesellschaft
B. Zum Phänomen "Hass und Hetze im Netz"
C. Netiquetten als erster Regulierungsversuch von Hass und Hetze im Netz
D. (Straf-)rechtliche Bekämpfung von Hass und Hetze im Netz
E. Nonverbale Kommentierungen in sozialen Netzwerken
F. Nonverbale Kommentierungen im Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und allgemeinem Persönlichkeitsrecht
G. Nonverbale Kommentierungen in der bisherigen Rechtsprechung
H. Fazit zu Kapitel 1
Kapitel 2: Zum Deliktsbereich
A. Deliktstypen
B. Zuordnung der maßgeblichen Delikte für die Untersuchung von nonverbalen Kommentierungen
C. Deliktsstadien
Kapitel 3: Täterschaft und Teilnahme
A. Abgrenzungskriterien
B. Täterschaft durch nonverbale Kommentierungen
C. Teilnehmerschaft durch nonverbale Kommentierungen
D. Fazit zu Kapitel 3
Kapitel 4: Vorsatz
A. Zum bedingten Vorsatz im Rahmen der Äußerungs- und Verbreitungstatbestände
B. Übertragung auf nonverbale Kommentierungen
C. Beispielsfälle
D. Fazit zu Kapitel 4
Kapitel 5: Schuld
A. Unrechtsbewusstsein als selbstständiges Element der Schuld
B. Unrechtsbewusstsein bei Straftaten in sozialen Netzwerken
C. Verbotsirrtümer bei Straftaten in sozialen Netzwerken
D. Übertragung auf nonverbale Kommentierungen
E. Beispielsfälle
F. Fazit zu Kapitel 5
Kapitel 6: Honorierung positiven Nachtatverhaltens
A. Zentrale Strafzumessungsvorschriften in den 46 ff. StGB
B. Rücktritt
C. Tätige Reue
D. Beispielsfall
E. Fazit zu Kapitel 6
Zusammenfassung und Fazit
A. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
B. Gesamtfazit und Ausblick



Einführung
Kapitel 1: Grundlagen und Bestandsaufnahme
A. Entwicklung des Web 2.0 im Lichte der zunehmenden Vernetzung der Gesellschaft
B. Zum Phänomen "Hass und Hetze im Netz"
C. Netiquetten als erster Regulierungsversuch von Hass und Hetze im Netz
D. (Straf-)rechtliche Bekämpfung von Hass und Hetze im Netz
E. Nonverbale Kommentierungen in sozialen Netzwerken
F. Nonverbale Kommentierungen im Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und allgemeinem Persönlichkeitsrecht
G. Nonverbale Kommentierungen in der bisherigen Rechtsprechung
H. Fazit zu Kapitel 1
Kapitel 2: Zum Deliktsbereich
A. Deliktstypen
B. Zuordnung der maßgeblichen Delikte für die Untersuchung von nonverbalen Kommentierungen
C. Deliktsstadien
Kapitel 3: Täterschaft und Teilnahme
A. Abgrenzungskriterien
B. Täterschaft durch nonverbale Kommentierungen
C. Teilnehmerschaft durch nonverbale Kommentierungen
D. Fazit zu Kapitel 3
Kapitel 4: Vorsatz
A. Zum bedingten Vorsatz im Rahmen der Äußerungs- und Verbreitungstatbestände
B. Übertragung auf nonverbale Kommentierungen
C. Beispielsfälle
D. Fazit zu Kapitel 4
Kapitel 5: Schuld
A. Unrechtsbewusstsein als selbstständiges Element der Schuld
B. Unrechtsbewusstsein bei Straftaten in sozialen Netzwerken
C. Verbotsirrtümer bei Straftaten in sozialen Netzwerken
D. Übertragung auf nonverbale Kommentierungen
E. Beispielsfälle
F. Fazit zu Kapitel 5
Kapitel 6: Honorierung positiven Nachtatverhaltens
A. Zentrale Strafzumessungsvorschriften in den 46 ff. StGB
B. Rücktritt
C. Tätige Reue
D. Beispielsfall
E. Fazit zu Kapitel 6
Zusammenfassung und Fazit
A. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
B. Gesamtfazit und Ausblick

ISBN 9783162003881
Medientyp Buch
Copyrightjahr 2026
Verlag Mohr Siebeck
Sprache Deutsch