Apotheken im totalitären Staat
Apotheken im totalitären Staat
Apotheken im Griff des Nationalsozialismus
Zwischen Gleichschaltung, Kriegswirtschaft und Versorgungskrise beleuchtet Dr. Caroline Seyfang den Apothekenalltag in Deutschland von 1937–1945. Zeitlich an Gerald Schröders Monographie „NS-Pharmazie" anschließend, untersucht diese Studie die bislang kaum erforschte Zeit von der Gründung der Reichsapothekerkammer bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Auf Basis von Gesetzen, Archivakten, Fachpresse, Tagebüchern, Briefwechseln, Zeitzeugenbefragungen und privaten Apothekenarchiven rekonstruiert die Autorin die Auswirkungen der nationalsozialistischen Politik auf Apothekenbetriebsrechte, Ausbildung und Kriegseinsatz des Personals, die Umgestaltung der Apotheke zum „nationalsozialistischen Musterbetrieb" sowie die kriegsbedingten Engpässe der Arzneimittelversorgung – von Heilpflanzenprogrammen über Ersatzstoffe bis zu Betäubungsmitteln und Insulin.
Ein eigener Abschnitt widmet sich der Biographie des Reichsapothekerführers Albert Schmierer (1899 bis 1974) und seiner Rolle im Apotheken- und Arzneimittelwesen.
Die mit dem „Prix Carmen Francés" ausgezeichnete Arbeit gilt als wegweisender Beitrag zur Pharmaziegeschichte des „Dritten Reiches".
Die 2. Auflage wurde um neue Forschungsliteratur sowie Quellenangaben ergänzt und bleibt zugleich der quellennahen, kritisch-differenzierten Perspektive der Erstauflage verpflichtet – ein Grundlagenwerk für historisch und pharmazeutisch Interessierte.
Caroline Seyfang
| ISBN | 978-3-7692-8673-1 |
|---|---|
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 2. , 2., aktualisierte Auflage |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Deutscher Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG |
| Umfang | XXII, 602 Seiten |
| Abbildungen | 95 farb. Abb., 56 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |