Friedrich Mohr
Friedrich Mohr
Friedrich Mohr, Apotheker in seiner Mohren-Apotheke am Jesuitenplatz in Koblenz, veröffentlichte 1855 das erste Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrimethode, das fast ausschließlich auf seinen eigenen praktischen Erfahrungen beruht. Auch wenn er schon auf einige Verfahren, überwiegend veröffentlicht in Fachzeitschriften u.a. von Robert Bunsen und Carl Remigius Fresenius, zurückgreifen konnte, so ist vor allem die Gerätetechnik auf seine Arbeiten zurückzuführen. In den Mittelpunkt stellt er verständlicherweise die von ihm entwickelte Quetschhahnbürette. Aber auch Verbesserungen und kritische Bewertungen bekannter Geräte sind bei ihm zu finden. Das Lehrbuch erschien im bekannten Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn in Braunschweig und enthält im ersten Teil 107 Holzschnitte. Die schnelle Entwicklung der Methode wird dadurch deutlich, dass Mohr bereits in seiner ersten Auflage Nachträge anfügte als Zweite Abtheilung 1856 im selben Band und zu seinen Lebzeiten immer wieder Neuauflagen erforderlich wurden. Die 5. Auflage erschien 1877 zwei Jahre vor seinem Tod.
Mit seinem Lehrbuch, den darin enthaltenen ausführlichen gerätetechnischen Beschreibungen und genauen Analysenvorschriften wurde Mohr zum Pionier einer Methode, die noch heute, im 21. Jahrhundert, in automatisierten Systemen mit physikalisch-chemischen Indikationen als Maßanalyse ihren Stellenwert hat.
Herkunft und Ausbildung
Als Apotheker in Koblenz
Sein Lehrbuch zur "chemisch-analytischen Titrirmethode"
Mohr als Dozent und Professor in Bonn.
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Schwedt, Georg
| ISBN | 978-3-662-74667-7 |
|---|---|
| Medientyp | Buch |
| Copyrightjahr | 2027 |
| Verlag | Springer, Berlin |
| Abbildungen | Etwa 450 S. |
| Sprache | Deutsch |